"Mut tut gut" und "Stark wie Pippi Langstrumpf"

Ansprechpartner:

Frau Tüns

Institution:

Kath. Familienzentrum Am Stimberg

  • Klein-Erkenschwicker-Str. 124
    45739 Oer-Erkenschwick

Beschreibung und Ziele:

"Stark wie Pippi Langstrumpf" und "Mut tut gut", 2 Projekte zur Stärkung von Mädchen und Jungen. Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein müssen trainiert werden, wenn sie sich entwickeln sollen. Der Grundstein für das Selbstwertgefühl wird in den ersten 6 Lebensjahren gelegt. Die Erfahrungen, die Kinder in diesen ersten Lebensjahren machen, prägen deren Selbstwertgefühl entscheidend. Vor allem der Übergang zwischen dem Lebensabschnitt Kindergarten und Grundschule stellt für Kinder eine große Herausforderung dar. Hier ist Selbstvertrauen gefragt um mit dieser großen Veränderung zu Recht zu kommen. Durch die Projekte "Mut tu gut" und "Stark wie Pippi Langstrumpf" soll genau dies über unterschiedliche Methoden trainiert und gestärkt werden. Die Eltern werden mit einbezogen. Auf einem Elternabend werden die Eltern über Inhalte und ziele des Projektes umfassend informiert. Weiterhin werden die Eltern während des laufenden Kurses über die Entwicklung der Kinder in dem Kurs von der Trainerin auf den Laufenden gehalten. Aufgrund der großen Nachfrage und gegen den derzeitigen Trend beginnen wir mit dem Kurs "Mut tut gut" für Jungen, da wir hier eine erste Notwendigkeit sehen. ein zweiter Kurs für Jungen erfolgt aufgrund der vorhandenen Warteliste Für Mädchen gibt es in diesem Bereich vielfältigere Angebote. Trotzdem wird sich ein Kurs für Mädchen anschließen, da auch hier die Nachfrage besteht.

Stärkung des Selbstvertrauens der Mädchen & Jungen Entwicklung von Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit Erkennen, Verstehen und Überwinden von Ängsten Selbstsicher Grenzen setzen Wirkungsvoll NEIN sagen Sicherheit vermitteln für den anstehenden Schulwechsel

Wie wurden die Kinder in das Projekt eingebunden?

Die Kinder trainieren 6mal eine Zeitstunde mit einer Dipl. Sozialpädagogin/WenDo-Trainerin. Die Kinder trainieren geschlechtergetrennt, da Mädchen und Jungen unterschiedliche Bedürfnisse haben. Erfahrungen und Rollenmuster aus der Vergangenheit beeinflussen unser Handeln. Immer wieder wiederholen wir unser erlerntes Rollenmuster automatisch. Die Kinder lernen, sich diese Rollenmuster bewusst zu machen und ggf. zu verändern.

Rückblick:

"Stark wie Pippi Langstrumpf"- & "Mut tut gut"-Training im Kath. Familienzentrum Am Stimberg in Oer-Erkenschwick Es ist sinnvoll, dass Kinder so früh wie möglich um ihr Recht wissen, den eigenen Körper und die Seele schützen zu dürfen. "Stark wie Pippi Langstrumpf" ist ein Training, das Mädchen ermutigt, sich der eigenen Stärken und Fähigkeiten bewusst zu werden, diese für sich einzusetzen und weiter entwickeln zu wollen. Im Training heißt das: Mädchen üben, ihre Willensstärke für sich einzusetzen, um sich vor Beleidigungen, Abwertungen und Ausgrenzungen zu schützen und sich gegen körperliche Übergriffe effektiv zu wehren. Für Mädchen ist es wichtig, ein Gefühl zur eigenen Kraft zu bekommen und zu erfahren, dass weitaus mehr Kraft da ist, als benötigt wird. Mit dieser Kraft können sie sich im Notfall und mit Hilfe gezielter Techniken befreien und schützen. Jungen leben häufig mit dem Zwang, viel ertragen und sich körperlich wehren zu müssen. Im "Mut tut gut" Training geht es darum, diesen gefühlten Druck zu entkräften und einen Konflikt "heil" zu bestehen, anstatt sich durchzukämpfen. Im Training geht es nicht um Siegen und Verlieren, sondern um das Erkennen und Akzeptieren der eigenen Möglichkeiten, zu sich zu stehen und eigene Gefühle und Grenzen zu entdecken und diese angemessen zu setzen. Inhalte der durchgeführten Trainings: - Sensibilisierung von Körperwahrnehmung und Körpersprache - Entwicklung von Selbstbehauptungsstrategien über Stand, Stimme, Gestik/Mimik & Körpersprache... - Erlernen von Techniken, um eigene Grenzen deutlicher nach außen sichtbar und vertretbar zu machen - Unversehrtheit des eigenen Körpers als wertvolles Gut zu erkennen - das Gefühl "Angst" als konstruktive, produktive Wahrnehmung zu entdecken - zielorientiertes Handeln zu üben - Kennenlernen von alternativen Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten für bedrohliche Situationen Weglaufen, sicherer Ort, Hilfe holen... - Erproben von alternativen Begegnungsformen insbesondere zwischen Jungen, um ihrem Bedürfnis nach Körperkontakt gerecht zu werden