"Waldwärts" ist ein naturpädagogisches Projekt

Ansprechpartner:

Frau Langenkamp

Institution:

Grundschule Am Dörmannsweg

  • Dörmannsweg 23
    45888 Gelsenkirchen

Beschreibung und Ziele:

Michael Godau, Mitinitiator des Projekts "Waldwärts"soll mit den Klassen und Lehrerinnen mind. 1x pro Monat das Waldgelände an der Erzbahntrasse erkunden. Dieser außerschulische Lernort ermöglicht den Kindern das ganzheitliche, kindgerechte Lernen in der Natur mit Fokus auf Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es ist ein anderes Lernen als im Klassenzimmer. Die Kinder erfahren den Wald und dessen Lebewesen und Pflanzen mit allen Sinnen, überwinden Ängste und Hemmschwellen. Natürlich nie, ohne die Sicherheit zu vernachlässigen. Zudem werden motorische, kognitive und sprachliche Fähigkeiten gefördert und gefordert sowie Kompetenzen spielerisch und altersentsprechend vermittelt.

Kinder erleben BNE Bildung für nachhaltige Entwicklung praktisch und "erfahren"/"begreifen" 4 Dimensionen ökologisch, ökonomisch, global, sozial im Ökosystem Wald und deren Zusammenhänge. Sie verstehen, warum es wichtig ist, die Welt für uns und kommende Generationen lebenswert zu machen und welche Möglichkeiten wir in Schule/Kita haben einen Beitrag zu leisten. Durch unmittelbare Naturerlebnisse lernen die Kinder den Wald zu schätzen, Tiere, Pflanzen und Bäume zu respektieren und erfahren die wechselseitige Abhängigkeit von ihr. Zudem findet die Sprachförderung aufgrund von natürlichen Sprachanlässen eine ganz besondere Rolle. Nach dem Motto "Der Wald ist voller Wörter". Die Kinder sollen für den Lebensraum "Wald" sensibilisiert sowie deren Interesse an der Natur geweckt werden. So entstehen nach einem Aufenthalt im Wald viele neue Gesprächsanlässe und Forscheraufträge, die in Zukunft auch auf dem Schulgelände z. B. durch den Bau von Nistkästen/Insektenhotel umgesetzt werden sollen. Sachwissen über Natur und Umwelt soll durch intensive Sinneswahrnehmungen gefördert werden sowie das Erlangen einer stärkeren Sozialkompetenz durch kooperative Aufgaben und Spiele unterstützt werden soll. Ein weiteres Ziel ist die Förderung des Bewegungsapparates, eine Verbesserung von Motorik und Koordination und ein besseres Immunsystem. Durch das ganzheitliche, kindgerechte Lernen, wird sowohl das Konzentrationsvermögen sowie auch die Eigen- und Fremdwahrnehmung gefördert. Zudem sollen die Kinder für ein nachhaltiges Verhalten im Wald sensibilisiert werden. Um den Übergang zwischen Kita und Grundschule möglichst sanft zu gestalten, möchten wir dieses Projekt gemeinsam mit den Kindern der nahegelegenen Kitas durchführen und daraus resultierende Forscheranlässe gemeinsam umsetzen. Den Kindern wird durch den außerschulischen Lernort Wald ermöglicht, vielfältige eigene Erfahrungen zu sammeln und so Selbstbewußtsein sowie Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, aber auch ihre persönlichen Grenzen zu erleben.

Wie wurden die Kinder in das Projekt eingebunden?

Im Lern-, Spiel- und Erfahrungsraum Wald sind die Kinder die Hauptakteure. Der Wald bietet hier den Kindern aufgrund seiner Struktur von riesigen Baumstämmen, moosigen Lichtungen, Bäche und verschiedene Matrialien wie Steine, Stöcke, Samen, Blätter und Tannenzapfen unendlich viele Möglichkeiten. Aus den vorort entstandenen Interessen der Kinder erwachsen die Lernfelder. Sie sind die Gestalter des Projekts. Im Wald werden Abhänge rauf und runter geklettert, Bäume erklommen und Tippis gebaut, sowie das Innenleben eines morschen Baumstumpfes erforscht. Ihre Beobachtungen und ihren Lernzuwachs können sie in einem Wald-Lerntagebuch eintragen. Wir möchten aber auch Impulse setzen. Hierzu wollen wir mit Hilfe des Waldpädagogen und gemeinsam mit Kindern der nahegelegenen Kitas verschiedene Aktionen, wie Schnitzen, Waldlebewesen entdecken und beobachten, Regeln für das Verhalten im Wald kennenlernen, den Waldboden erforschen, Artenkenntnis über Pflanzen u.v.m., ermöglichen. Einige Anschaffungen wie Becherlupen, Kompass, Taschenmesser, Pipetten, Bollerwagen und ein Tablet würden hilfreich sein, um den Lebensraum Wald zu erkunden und zu entdecken und somit den Kindern einen Zugang zur Natur und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung zu verschaffen.

Rückblick: