Von klein auf lernen (Projekt des Monats April 2019)

Ansprechpartner:

Frau Grewe

Institution:

Ludgerischhule

  • Tüllinghofer Straße 16b
    59348 Lüdinghausen

Beschreibung und Ziele:

Kinder aus bildungsfernen Familien oder einem vernachlässigendem Familienmilieu kommen in der Regel mit mangelndem Verständnis für Strukturen, rhythmisierten Abläufen und Ordnungen in die erste Klasse. Das daraus resultierende fehlende Anpassungsvermögen an die Schul- und Lernstrukturen führt bei diesen Kindern häufig zu einer springenden, nicht gruppenkonformen Aufmerksamkeit. D.H. Arbeitsaufträge und Lerninhalte werden dann häufig nicht aufgenommen und verstanden. Es entstehen Lerndefizite, die bei den Kindern schon in der ersten Klasse zu Lernfrust, Schulunmut, ein schlechtes Selbstwertgefühl und eine negative Schulhaltung führen. Hier kommt es zudem häufig zu sozialen Konflikten mit den Mitschülern.

Wir möchten die Kinder unterstützen, diesen für sie sehr schwierigen Einstieg in den Schulalltag durch individuelle Orientierungshilfen und strukturierte Begleitung leichter zu bewältigen. in Kleingruppen können Lernstrukturen besser nahegebracht und individuell mit den Kindern eingeübt werden.

Wie wurden die Kinder in das Projekt eingebunden?

Eine Dipl. Pädagogin / päd. Fachkraft wird einmal bis zweimal wöchentlich die Schüler in Kleingruppen während der Unterrichtszeit begleiten. Die Aufgaben umfassen das Einüben von Ordnungsstrukturen Schultasche, Schultisch, Arbeitsmaterialien, Heftführung, Übungen zur Konzentrationssteigerung sowie der Unterstützung bei der Bewältigung schriftlicher Aufgaben.

Rückblick:

Erstklässler erhalten Unterstützung! Durch die Spende der Firma Gelsenwasser konnten Schüler der ersten Klassen im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2016/17 zwei Stunden wöchentlich von einer päd. Fachkraft unterstützt werden. Die Schüler, denen der Schuleinstieg besonders schwer fiel, wurden in Absprache mit der Klassenlehrerin während des Unterrichts je nach individuellem Bedarf einzeln oder in Kleingruppen innerhalb oder außerhalb des Klassenraums gefördert. So lernten die Kinder bis zum Schuljahresende, sich im Schulalltag zu orientieren und zunehmend selbständig Arbeitsabläufen folgen zu können. Durch Hilfestellungen und Ermutigung während des Bearbeitens von Aufgaben, entdeckten die Schüler wieviel sie können. Dies erfüllte sie mit Freude und Stolz. Auch Kinder, die mit oder ohne Sprachbarrieren im Laufe des Schuljahres in das erste Schuljahr wechselten, bedurften praktischer Hilfen und einer individuellen Begleitung, um sich in der neuen Situation zurechtzufinden. Ermutigung und individuelle Unterstützung bei Kindern, die keinen leichten Schuleinstieg haben, kann dazu führen, dass sie die Freude am Lernen und den Glauben an sich selbst nicht verlieren. Danke Gelsenwasser! Wir führen das Projekt definitiv auch im Schuljahr 2017/2018 weiter!