"Musik ist Sprache"

Ansprechpartner:

Frau Tebest

Institution:

Familienzentrum im Franziskus Kindergarten

  • Franziskanerstraße 37
    47652 Weeze

Beschreibung und Ziele:

Musik, Klang, Töne, Melodie, Rhythmus und Gesang bilden mit dem Lernbereich Sprache eine Einheit. Musik und Sprache verbinden Menschen in der ganzen Welt. Über kulturelle Unterschiede im Bereich der Nationalität, der Sprache, der Religion hinweg versteht jeder die Sprache der Musik. Musik bringt kleine und große Menschen zum Nachdenken, sie zaubert ein Lächeln ins Gesicht, bringt Emotionen zum Vorschein, animiert zur taktorientierten und tänzerischen Bewegung und fördert das soziale Miteinander. Von jeher hat die Musik die Menschsen begleitet und sie zu Tanz und Gesang in der Gemeinschaft geführt. Musikalische Erziehung ist eine der Grundlagen für die alltagsintegrierte Sprachförderung innerhalb der Tageseinrichtung für Kinder. Mit Musik lassen sich Texte leichter lernen, Laute besser bilden, die Melodie der Sprache wird durch das Mitsingen übernommen und durch den Gesang nach vorgegebenen Texten erhalten die Kinder ein Gefühl für den Satzbau. "Mit Musik geht alles besser" - dieses Zitat beschreibt das Lernen von Sprache durch Musik ganz genau. Zum Abschluß des Projektes werden auch die Familien eingeladen und die Kinder haben die Möglichkeit, ihnen zu präsentieren, was sie in diesem Projekt erlebt und erfahren haben.

1. Alltagsintegrierte Sprachförderung 2. Wortschatzerweiterung 3. Bildungsprozesse anregen 4. Melodie und Rhythmus in Sprache kennen- und umsetzen können 7. Lockerung der Mundmotorik 8. Aussprache durch Vortragen des Erlernten fördern 9. Ausdauer und Konzentration steigern 10. Merkfähigkeit durch Melodien und Rhythmus erleichtern und fördern 11. Lernvorgänge und -möglichkeiten durch das Einüben in Teilschritten verinnerlichen 12. Selbstwert stärken und Selbstbewusstsein fördern 13. wahrnehmungsförderung 14. Sinneschulung: Hören/ Klang fühlen und sehen 15. eigene Ideen entwickeln und weiterentwickeln 16. Gemeinschaft erleben- gemeinsames Singen und Musizieren verbindet 17. Richtige Artikulation zum Verstehen von Sprachen 18. Stärkung des sozialen Miteinanders 19. Motivation der künstlerischen Freiheit und des Imoprovisierens beim Musizieren und Singen 20. Texte und Tonfolgen behalten und wiedergeben 21. Mutig sein und Courage beweisen, sich laut und öffentlich zu äußern und auf seine Fähigkeiten zu vertrauen

Wie wurden die Kinder in das Projekt eingebunden?

Die Kinder können selbstständig die Musikinstrumente entdecken und zunächst intuitiv damit experimentieren. Sie können fantasievoll das ihnen angebotene Material ausprobieren und kennenlernen. Indem sie so ihre Vorerfahrungen einbringen können, nehmen sie aktiv an Bildungsprozessen teil und können diese mitgestalten. Hierbei entdecken sie ihre Fähigkeiten, erlangen neue Kompetenzen hinzu und lernen, diese auch anzuwenden und darzubringen. Die Kinder werden in dieser Entwicklungsphase vom pädagogischen Personal begfleitet, ihnen werden Anreize entsprechend ihres Lerntempos und ihrer -bedürfnisse geboten und gezielt Lernsituationen geschaffen, die durch die Ideen der Kinder verfeinert und gemeinsam zum Ganzen zusammengefügt werden. Immer wieder werden neue Elemente zur stetigen Intensivierung eingeflochten, damit auf diese Weise das Projekt mit und durch die Kinder der Einrichtung wächst.

Rückblick:

Unser Musikprojekt begann bereits mit der Anlieferung des großen Pakets. Die Kinder spekulierten beim Auspacken über den Inhalt, die Benennungen der einzelnen Instrumente, sowie deren Handhabung und Klang. Sie berichteten einander sofort, dass die Umgangsweise "vorsichtig" und auf gar keinen Fall "zu wild" sein durfte erzählten, wo sie Ähnliches bereits gesehen haben. Jedes Kind konnte seine Vorerfahrungen einbringen. Es erhielt die Anerkennung der Zuhörenden, wobei sein Selbstwertgefühl gestärkt und die Motivation erhöht wurde. Die Kinder mussten ihre Erlebnisse gedanklich sortieren und verständlich in Worte fassen, konzentriertren sich dabei auf ihre Wortwahl und Aussprache, um korrekt verstanden zu werden. Gemeinsam wurden die Neuentdeckungen benannt und nochmals der genaue Umgang erläutert. Durch die Möglichkeit der Wortschatzerweiterung und das freie Ausprobieren konnten sie erste Erfahrungen mit den neu angeschafften Instrumenten machen. Dabei kamen sie miteinander ins Gespräch. Sie zeigten sich schon beim ersten Musizieren selbstbewusst, in dem sie das gesprochene Wort, bekanntes Liedgut oder Tanzschritte begleiteten. Hierbei ahmten sie einander nach oder entwickelten selbstständig das Experimentieren mit Rhythmus, Klang und Gesang weiter. Bildungsprozesse wurden angeregt, indem die Kinder gezielt Geschichten musikalisch untermalten. Hier galt es, beim gesprochenen Wort genau Zuzuhören, durch Merkfähigkeit, Konzentration und Kombinationsgabe den Einsatz an entsprechender Stelle zu findne, sowie Gelerntes wiederzugeben. In der Vorbereitung auf die Karnevalsfeierlichkeiten wurden besonders die passenden Lieder begleitet. Die eingängigen Melodien und die Rhythmen erleichterten das Merken der verschiedenen Texte, sowie die richtige Wort- und Satzmelodie bei der Aussprache des Erlernten. Konzentrarion und Ausddauer wurden gesteigert und führten auch zu einer höheren Bereitschaft, das Erlernte vorzutragen. Im Bereich der Wahrnehmungsförderung haben die Kinder große Fortschritte machen könne. Sie spürten bei der Arbeit mit der Klangschale den Klang sowohl bei sich selbst, als auch, dass sie ihn andere Kinder spüren ließen. Sie konnten sich begeistert darauf einlassen, entspannen und die Situation genießen, was sie auch äußerten. Sie waren in der Lage, ihre Gefühle und Empfindungen in Worte zu fassen. Immer wieder wurden so neben bewegungsreichen Aktionen, wie z.B. tänzerische Darstellungen auch meditative Sequenzen eingefügt. Besonders die Teilnahme an Massagen mit den Klangschalen war sehr beliebt und wurde von den Kindern regelrecht eingefordert. Alleine und in der Gemeinschsaft hatten die Kinder Spaß und viele Lernerfolge. Auf diese Weise wurde der Grundstein gelegt, der durch die immer neuen Ideen der Kinder und die situationsorientierten Hilfen des Fachpersonals die alltagsintegrierte Sprachförderung vielversprechend unterstützen wird. "Musik ist Sprache" ist hier beim gemeinsamen Singen und Musizieren erlebbar und verbindet.