"Soziales Lernen im Sport- Unterricht" (Projekt des Monats Juni 2013)

Ansprechpartner:

Herr Dr. Pampus

Institution:

Alexander-Lebenstein-Realschule

  • Holtwicker Str. 5
    45721 Haltern am See

Beschreibung und Ziele:

Das Projekt zum Thema "Übergänge" welches mit dem neuen Schuljahr 2012/2013 an der Alexander-Lebenstein-Realschule starten soll, befasst sich schwerpunktmäßig mit den Inhalten des Sozialen Lernens in der Doppeljahrgangstufe 5/6 und ist mehrjährig möglicherweise dauerhaft angelegt. Es geht in der Jahrgangstufe 5 im Wesentlichen darum, den Schülern/innen, die aus den verschiedenen Grundschulen Halterns in neue Klassen zusammenkommen, den Übergang zur weiterführenden Schule zu erleichtern, so dass sie sich schnell zu einer gut funktionierenden Klassengemeinschaft zusammenfinden. Alle unter dem Projektziele genannten Kompetenzen werden in der pädagogischen Literatur unter dem Begriff des "Sozialen Lernens" zusammengefasst, woraus sich der Projektname begründet. Diese Kompetenzen können in der Jahrgangstufe 5/6 sehr gut durch Aufgaben und Übungen transportiert werden, die in Form von Bewegung, Spiel und Sport stattfinden. Daher werden Geräte und Übungsmaterialien benötigt, mit denen die Ziele des Sozialen Lernens umgesetzt werden können.

In der Jahrgangstufe 5 werden daher folgende Ziele des Sozialen Lernens verfolgt: • Lernen, mit anderen zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren • Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft entwickeln • Regeln absprechen und einhalten • Konfliktbewältigung lernen Zu diesen Zielen sollen weiterführend in der Jahrgangstufe 6 noch folgende hinzukommen: • Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl entwickeln und stärken • Eigene Grenzen erkennen und die der anderen respektieren • Verantwortungsbereitschaft übernehmen • Selbsterfahrungen sammeln

Wie wurden die Kinder in das Projekt eingebunden?

Die Klassen- und Fachlehrer führen mit ihren Schüler/innen aus den genannten Jahrgangstufern ausgewählte Übungen und Aufgabenstellungen durch mit denen die genannten Ziele umgesetzt werden können. Nach den Übungen werden diese von der Klasse im Gespräch reflektiert. Außerdem sollen die Schüler daran beteiligt werden aus den gekauften Materialien einige Übungsgeräte herzustellen.

Rückblick:

Das "Soziale Lernen" definiert sich nach Petillion Diplompädagoge mit dem Schwerpunkt SoLe als eine Folge von Interaktionen zwischen zwei oder mehreren Menschen, bei der von anderen und mit anderen gelernt wird. In diesem Sinne begann das Projekt "Soziales Lernen im Sportunterricht" SoLe mit dem Literaturstudium, um ein Konzept und die für die Umsetzung des Konzeptes geeigneten Aufgaben und Übungen zu finden siehe Projektbeschreibung/Ziele. Daraufhin wurden Übungsmaterialien gekauft, die teilweise von den SchülerInnen in Handarbeit bearbeitet und fertiggestellt werden mussten siehe Foto. Alle zu diesem Projekt angeschafften Dinge wurden in einem separaten Schrank deponiert, der allen Sportlehrern zugänglich gemacht wurde. Die Aufgaben- und Übungen wurden auf Karteikarten übersichtlich dokumentiert, so dass sie ohne großen Planungsaufwand im Sportunterricht durchgeführt werden konnten. Innerhalb einer schulinternen Lehrerfortbildung wurden die Handhabung der Materialien und die Durchführung der Aufgaben zum SoLe in Theorie und Praxis erarbeitet siehe Fotos. Wie geplant, wurden von den Sportlehrern der 5. und 6. Jahrgangsstufe Übungen zum SoLe in ihren Klassen durchgeführt und abschließend reflektiert siehe ausgewählte Fotos. Dabei stand vornehmlich die Vermittlung folgender sozialer Kompetenzen im Mittelpunkt des Unterrichts: - Verbesserung der Teamfähigkeit durch kooperative Übungen Hierbei ging es darum, sich in Übungen mit unterschiedlichen Sozialformen Klein-u. Großgruppen gegenseitig zu unterstützen um gemeinsame Ergebnisse zu erzielen. - Bereitschaft und Fähigkeit zur Kommunikation Hierbei sollten die SchülerInnen lernen, dass es für die Durchführung gemeinsamer Aktionen unerlässlich ist, sich über die Vorgehensweise vorher abzusprechen. Um sich verständlich zu machen und andere verstehen zu können, müssen aber vereinbarte Gesprächsregeln beachtet und eingehalten werden. - Bereitschaft und Fähigkeit neue Kontakte einzugehen und sich anderen anzuvertrauen Hierbei wurden Übungen eingesetzt, die es zum Ziel hatten, das gegenseitige Vertrauen, die Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft zu fördern. Dabei kam es darauf an, dass SchülerInnen Verantwortung für andere übernehmen, indem Sie Hilfe- und Sicherheitsaufgaben leisten und sich gegenseitig unterstützen. Ausblick: Die Ziele des sozialen Lernens sollen nicht nur mittels Übungen im Sportunterricht umgesetzt werden. Zukünftig sollen auch Aufgaben entwickelt werden, die Klassen- und Fachlehrer außerhalb der Sporthalle, im Klassenraum durchführen können. In der Folge soll ein Konzept des "Sozialen Lernens" entstehen, dass in das Schulprogramm integriert werden kann. So hat dieses Projekt einen nachhaltigen Anstoß für die Entwicklung eines Bausteins zur Verbesserung des sozialen Miteinanders in der Schule und in der Gesellschaft geleistet. Alle am Projekt Beteiligten sagen hiermit herzlichen Dank für die Förderung der Maßnahme und würden sich wünschen, zumal die Alexander-Lebenstein-Realschule gerade mal am Anfang des oben aufgezeigten Weges steht, dass dieses Projekt auch in Zukunft durch die Gelsenwasser AG finanziell unterstützt wird. Dr. Bernd Pampus